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Infrastrukturen der Erinnerungskultur. Ein Blick hinter die Kulissen der polnischen Erinnerung an den Holocaust

Vortrag von Magdalena Saryusz-Wolska mit anschließender Diskussion

Erinnerungskultur entsteht nicht aus dem Nichts. Sie wird von konkreten Akteuren in einem konkreten Umfeld hergestellt. Neben politischer Einflussnahme gehören dazu Umweltbedingungen oder Bürokratie. Am Beispiel lokaler Erinnerungsorte im heutigen Südostpolen präsentiert der Vortrag die Kulissen der Erinnerungsarbeit in Bezug auf den Holocaust, insbesondere auf die Massenerschießungen von Jüdinnen und Juden während des Zweiten Weltkriegs. Welche Faktoren beeinflussen die Entstehung des Gedenkens an diese Ereignisse in Form von Regionalmuseen, Denkmälern oder Massengräbern? Um derartige Aspekte greifbar zu machen, wird das Konzept der Infrastruktur der Erinnerungskultur eigeführt.

Nach dem Vortrag von Magdalena Saryusz-Wolska schließt sich eine Diskussion an, die von Martin Schulze Wessel moderiert wird