Ostrecht in Deutschland - überholt oder nötiger denn je?
Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist nur nach vorheriger Anmeldung (E-Mail: , Telefon: 0351 41746661) möglich.
Das Ostrecht als Teildisziplin der Rechtswissenschaften hat in Deutschland eine lange akademische Tradition. Insbesondere in Zeiten des Kalten Krieges dienten die ostrechtlichen Lehrstühle und Institute dem besseren Verständnis der Rechtsordnungen der sozialistischen Staaten jenseits des Eisernes Vorhangs und leisteten bedeutende Beiträge in allen Rechtsbereichen sowie zum Verständnis der rechtlichen, aber auch politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Nach der Wiedervereinigung und dem Fall des Eisernen Vorhangs verloren die Ostrechtslehrstühle an Bedeutung und verschwanden oder wurden entsprechend neuer wissenschaftlicher Forschungsschwerpunkte umbenannt.
Das Institut für Ostrecht e.V. in Regensburg ist das letzte klassische Ostrechts-Institut in Deutschland. Das Ostrecht hingegen hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Der angestrebte EU-Beitritt der Ukraine und der Republik Moldau, der Aufenthalt von vielen Ukrainern im Land sowie ein notwendiges Verständnis für die politischen und gesellschaftlichen Prozesse in Russland machen das Ostrecht in neuer Form wieder bedeutsam für Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Wir laden Sie herzlich dazu ein die Frage nach der Bedeutung des Osrechts am 23.07 gemeinsam mit der langjährigen Mitarbeiterin des Regensburger Instituts für Ostrecht in Regensburg, Antje Himmelreich, zu diskutieren.
Die Veranstaltung ist eine Veranstaltung der DGO-Zweigstelle Dresden in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Osteuropainstitut (DOI).