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Zukunft Osteuropa
6. Forum zur beruflichen Orientierung

Workshop

Zum Veranstaltungsbericht

Programm als PDF

For English version please see below

Die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e.V. (DGO) fördert eine zukunftsorientierte Auseinandersetzung mit dem östlichen Europa. Expertisen zu der Region sind nicht nur in Kriegs- und Krisenzeiten gefragt und es wird die Aufgabe der jungen Generationen sein, Osteuropakompetenz weiter auszubauen und stärker zu implementieren. Dazu möchten wir gerade angehende Expert*innen intensiver vernetzen und in unsere Arbeit einbeziehen.

Die Veranstaltung Zukunft Osteuropa, die dieses Jahr schon zum sechsten Mal von der Jungen DGO organisiert wird, möchte Wege für den Berufseinstieg aufzeigen. Gleichzeitig möchte sie einen Beitrag leisten, für die vielfältigen gegenwärtigen und historisch bedingten Herausforderungen, die mit der Region verbunden sind, zu sensibilisieren und einen offenen Diskussionsraum zu schaffen:

Ihr seid herzlich eingeladen, diese Fragen am 13. und 14. Oktober 2023 in Frankfurt (Oder)/Słubice zu diskutieren und euch mit erfahrenen Expert*innen auszutauschen.

Den wichtigsten Teil des Programms bilden parallel stattfindende, interaktive Workshops mit ausgewählten Referent*innen. Im ersten Workshop-Block soll es dabei um Möglichkeiten der Beschäftigung gehen. Hier könnt ihr euch zu angestrebten Berufsfeldern wie Wissenschaft, Journalismus oder Wirtschaft informieren, wobei die Idee ist, die Bereiche cross-sektoral zu denken und Schnittstellen zu finden. Der zweite Workshop-Block soll Möglichkeiten des Berufseinstiegs aufzeigen. Ob ihr eine Promotion oder ein Volontariat machen oder über die Grenze ins Ausland gehen wollt – Ziel ist es, sich der eigenen Kompetenzen bewusst zu werden und den richtigen Weg einzuschlagen. Das Programm wird gerahmt durch eine Podiumsdiskussion zu aktuellen Herausforderungen in einer Zeit, in der politische Grenzen überschritten werden und sich das Berufsfeld verändert. Außerdem wird es viel Zeit für informelle Gespräche und Netzwerken geben.

Eingeladen sind alle interessierten Studierenden, Volontär*innen, Berufsanfänger*innen, Arbeitssuchenden oder Unentschlossenen, die nicht älter als 35 Jahre sind. Wir möchten unser Netzwerk erweitern, daher sind nicht-DGO-Mitglieder herzlich willkommen.

Weil der Schwerpunkt der Veranstaltung auf dem bundesrepublikanischen Arbeitsmarkt liegt, wird das Programm weitestgehend auf Deutsch stattfinden. Es ist uns jedoch ein Anliegen, auch nicht-deutschsprachigen Personen eine Teilnahme zu ermöglichen, weshalb wir einzelne Workshops auf Englisch anbieten können. Bitte vermerkt bei der Bewerbung, ob eine englische Version eures Wunsch-Workshops benötigt wird. Bitte teilt uns außerdem mit, wenn ihr einen weiteren Themenwunsch habt wie z.B. Studium und Wissenschaft in Deutschland.

Bei Fragen könnt ihr euch jederzeit per E-Mail an das Organisationsteam Cäcilia Wosnitzka, Johanna Hiebl und Almuth Müller wenden: Aktivieren Sie JavaScript, um diesen Inhalt anzuzeigen.


Zukunft Osteuropa. 6th Forum on Vocational Orientation

The German Association for East European Studies (DGO e.V.) promotes a forward-looking discussion of Eastern Europe. Expertises on the region are in demand not only in times of war and crisis, and it will be the task of younger generations to further develop and implement Eastern Europe competence. To this end, we would like to intensify networking among prospective experts and involve them in our work.

The Zukunft Osteuropa event, which is being organised by the Junge DGO for the sixth time this year, aims to show paths for starting a career. At the same time, it wants to contribute to raising awareness of the diverse current and historically conditioned challenges associated with the region and to create an open space for discussion:

The most important part of the programme will consist of parallel, interactive workshops with selected speakers. The first workshop block will focus on employment opportunities. Here you can find out about aspired vocational fields such as science, journalism or business, whereby the idea is to think cross-sectorally and find interfaces. The second workshop block will focus on the opportunities for starting a career. Whether you want to do a PhD or a traineeship or go abroad, the aim is to become aware of your own competences and to choose the right path. The programme will be framed by a panel discussion on current challenges in a time when political borders are being crossed and the professional field is changing. Besides these parts of the programme, there will also be enough time for informal discussions and networking.

In order to plan the programme according to your needs and wishes, we are dependent on the information you provide in the application form and will try to take it into account as far as possible.

All interested students, trainees, career entrants, job seekers or undecided people not older than 35 years are invited. We would like to expand our network, so non-DGO members are very welcome.

Because the focus of the event is on the German labour market, the programme will be held largely in German. However, we are keen to enable non-German speakers to participate as well, which is why we can offer some workshops in English. Please note in your application if an English version of your preferred workshop is required. Please also let us know if you have a further topic request, such as studies and science in Germany.

If you have any questions, please contact the organisation team Cäcilia Wosnitzka, Johanna Hiebl and Almuth Müller at any time via email: Aktivieren Sie JavaScript, um diesen Inhalt anzuzeigen.

Programm (PDF, 161 kB)

Veranstaltungsbericht

Bericht: Almuth Müller

Die sechste Ausgabe des Forums zur Berufsorientierung ZUKUNFT Osteuropa der Jungen DGO fand am 13. und 14. Oktober 2023 in Kooperation mit der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) statt. Zum ersten Mal war die Veranstaltung als zweitägiges Forum angelegt und bot den Teilnehmer*innen vielfältige Möglichkeiten, sich zu vernetzen und über Berufsfelder und Karrierewege mit Bezug zum östlichen Europa zu informieren. Zahlreiche Referent*innen teilten als Leiter*innen der Workshops, Vertreter*innen ihrer Organisation auf dem Markt der Möglichkeiten und Panelist*innen bei der Podiumsdiskussion ihre Perspektiven und Erfahrungen mit den Teilnehmer*innen. Zu der Veranstaltung waren mehr als 50 Student*innen und Absolvent*innen gekommen.  

Als sich die Teilnehmer*innen am Morgen des ersten Veranstaltungstages an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) einfanden, waren dort schon die Steckbriefe aufgehängt, die sie vorab gestaltet hatten. Mit der offiziellen Begrüßung durch Sebastian LAMBERTZ von der Geschäftsstelle der DGO begann die Veranstaltung. Der Leiter der Zweigstelle der DGO Frankfurt (Oder) und Professor für Europa-Studien an der Europa-Universität Viadrina Timm BEICHELT schloss sich an und sprach in seiner kurzen Rede von der Bedeutung der kleinen, aber engagierten Universität und der deutsch-polnischen Doppelstadt Frankfurt (Oder)/Słubice als Veranstaltungsort. Auch die Sprecherin der Jungen DGO Annemarie POLHEIM begrüßte die Teilnehmer*innen herzlich und warb dafür, sich bei der Jungen DGO einzubringen.

Den Einstieg in das inhaltliche Programm bildeten zwei Workshop-Einheiten zu möglichen Berufsfeldern, in denen Osteuropa-Expertise gefragt ist, wie Journalismus, Wissenschaft oder Wirtschaft. Die Teilnehmer*innen konnten in zwei Blöcken aus bis zu fünf parallelen Workshops jeweils einen auswählen. In der Veranstaltungs-App konnten sie vorher die Kurzbiografie der eingeladenen Referent*innen nachlesen, trotzdem fiel die Wahl nicht immer leicht. Ausgehend von ihrer eigenen Biografie berichteten die Referent*innen von ihrem Arbeitsalltag, beschrieben aber auch weitergehend ihr Berufsfeld und Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf. Dabei schafften sie eine offene Atmosphäre des Austauschs, vermittelten ehrlich die Schwierigkeiten, aber auch die Freude an ihrem jeweiligen Beruf und nahmen sich viel Zeit, die Fragen der Teilnehmer*innen zu beantworten.

Pünktlich zur Kaffeepause war der große Raum zum „Markt der Möglichkeiten“ umgebaut worden, bei dem auch Studierende und Interessierte aus der Stadt Frankfurt (Oder) dazustießen. Hier stellten sich Organisationen und Initiativen aus dem Raum Berlin/Brandenburg wie das neue Viadrina Center of Polish and Ukrainian Studies (VCPU), das Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) und der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft vor, um nur einige zu nennen. Das rege Treiben deutete darauf hin, wie groß der Gesprächsbedarf bei den Teilnehmer*innen war. Nach einem kurzen Spaziergang kamen die Teilnehmer*innen für den zweiten Teil des öffentlichen Abendprogramms in der Kulturmanufaktur Gerstenberg (KUMA) an. Der kleine Theatersaal dort war bis auf den letzten Platz gefüllt, sodass für interessierte Frankfurter*innen noch Notfallhocker bereit gestellt werden mussten, und alle folgten aufmerksam der Podiumsdiskussion unter dem Titel: „Comeback Regionalexpertise? Zur Zukunft des Arbeitens zu, in und mit dem östlichen Europa“. Die Gäste Felix ACKERMANN, Carolin F. ROEDER, Bernd BUDER und Vika BIRAN unternahmen dabei den Versuch einer sowohl rückblickenden als auch auf die Zukunft gerichteten Einordnung von „Osteuropa-Kompetenz“. Nach dem anschließenden Screening des polnischen Kurzfilms „Be Somebody“ von Michał Toczek  in Kooperation mit dem FilmFestival Cottbus ließen die Teilnehmer*innen den Abend mit Buffet, offener Bar und gemütlichen Gesprächen in der KUMA ausklingen.

Am zweiten Veranstaltungstag folgte ein weiterer Workshop-Block, diesmal zu Einstiegsmöglichkeiten in den Beruf, bei dem aus fünf parallelen Workshops wie Promotion, Volontariat und Arbeiten im Ausland ausgewählt werden konnte. Wieder nahmen sich die Referent*innen viel Zeit für die Fragen und Unsicherheiten der Teilnehmer*innen und ermunterten sie zu den nächsten Schritten. Eine*r der Teilnehmer*innen sagte nach dem Workshop zusammenfassend: „Promotion ist nicht so eine schlechte Idee!“. Die Veranstaltung endete dann mit einer Evaluation, bei der sich die Teilnehmer*innen zu verschiedenen Fragen auf einer Skala im Raum positionierten. Zusätzlich nahmen sie an einer digitalen Echtzeit-Umfrage teil. Zu den Highlights der Veranstaltung gehörte für die Teilnehmer*innen, andere Student*innen und Absolvent*innen in einer ähnlichen Lebenslage zu treffen und sich vernetzen zu können sowie die Doppelstadt als Veranstaltungsort zu erleben, wobei der Weg über die Grenzbrücke zur Unterkunft auf der polnischen Seite hier auch gern symbolisch verstanden werden kann.