Von der Slawistik in die Filmbranche
Werkstattgespräch mit Barbara Wurm, Leiterin des Berlinale Forums
Um Anmeldung wird gebeten unter:
Die jüngsten Erfolge osteuropäischer Filmemacher:innen wie Cristian Mungiu, Pawel Pawlikowski und Andrei Zvyagintsev in Cannes stellen die Bedeutung des osteuropäischen Kinos in der internationalen Filmlandschaft erneut unter Beweis. In Berlin findet sich mit der Berlinale eine der weltweit bedeutendsten Plattformen für das osteuropäische Kino – insbesondere mit dem Berlinale Forum, das seit seiner Gründung 1971 bis heute immer wieder auch osteuropäische Kinoproduktionen verschiedenster Gattungen, filmischer Formen und Themen präsentierte.
Seit August 2023 leitet mit Barbara Wurm eine Slawistin das Berlinale Forum. Nach dem Studium der Komparatistik, Slawistik und Germanistik in Wien, Innsbruck, Moskau, München und Leipzig lehrte und forschte sie unter anderem zu (post-)sowjetischem Kino, publizierte zu sowjetischer Filmgeschichte bspw. zu Kulturfilmen sowie zu Dziga Vertov und begleitete auch zeitgenössische Entwicklungen im osteuropäischen Kino publizistisch.
Als Forscherin, langjähriges Mitglied der Auswahlkommission von goEast – Festival des mittel- und osteuropäischen Films in Wiesbaden, Programmerin bei DOK Leipzig und Kuratorin zahlreicher Filmprogramme ist sie eine der profiliertesten Kennerinnen des historischen wie aktuellen osteuropäischen Kinos.
Im Gespräch blickt Barbara Wurm zurück auf ihren Weg von der Slawistik in die Filmbranche, gibt Einblick in die komplexe Arbeitswelt internationaler Filmfestivals und die Herausforderungen bei der Vermittlung von osteuropäischem Kino aus Vergangenheit und Gegenwart.
In Kooperation mit der Fachschaftsinitiative Slawistik und Hungarologie an der Humboldt-Universität zu Berlin
Wer sich bereits vorab mit Barbara Wurms Perspektive auf das osteuropäische Kino beschäftigen möchte, findet in der Zeitschrift Osteuropa ihre Beiträge „Leben – Kino – Leben. Das ukrainische Kino im Krieg (2014–2022)“ (Osteuropa 6–8/2022) sowie „Anthropology of War. Ukrainian Film 2014–2022“ (Web Special 2023, im Freitext verfügbar).