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Russland und die Nordostpassage: Globaler oder nationaler Seeweg?

Referieren wird an diesem Abend Herr Prof. Dr. Andreas Renner. Er ist tätig am Lehrstuhl für Russland-Asien-Studien an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Ein Großmanöver der russischen Armee läuft aktuell in den Gewässern der Arktis. Russlands Nordmeerflotte mit dutzenden Schiffen und über 1800 Soldaten nehmen nach russischen Angaben an dem Manöver teil.

Drohgebärden im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg und dem Beitritt Finnlands zur NATO bzw. Demonstration der operativen Fähigkeiten spielen zwar eine Rolle; der Hintergrund solcher Manöver ist aber weitergehend. Für die Militärübungen in der Arktis gibt es sowohl wirtschaftliche als auch geopolitische Hintergründe. Die Nordostpassage führt an der Nordküste Russlands entlang. Wegen der zunehmenden Klimaerwärmung wird die Route für den Schiffsverkehr immer wichtiger. Inzwischen ist sie im Sommer teilweise sogar ohne Eisbrecher passierbar. Für Russland ist die Nordostpassage wichtig, um Rohstoffe exportieren zu können, die das Land im Hohen Norden fördert, beispielsweise Erdgas, das von der arktisch kalten Halbinsel Jamal in verflüssigter Form weitertransportiert wird. Moskau hat, um seinen Anspruch auf die Polarregion geltend zu machen, bereits vor mehr als zehn Jahren Einheiten gegründet, die auf den Kampf in der Arktis spezialisiert sind.

Mit diesen und weiteren Fragen – insbesondere auch mit den tatsächlichen Veränderungen in der Arktis – beschäftigt sich der Vortrag von Prof. Dr. Renner.

Bei Interesse bitten wir um Anmeldung auf den bekannten Wegen (0351 41746661, Aktivieren Sie JavaScript, um diesen Inhalt anzuzeigen.). Die Eintrittsspende liegt bei 4,00 EUR. Für Mitglieder des DOI, DISUD oder der DGO ist der Eintritt frei. Studenten oder Mitarbeiter der TU Dresden erhalten für 2,00 EUR ermäßigten Eintritt.