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Chernobyl Memory Tour

Fotoausstellung als Fensterausstellung in Kooperation mit „Weiterdenken“ (Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen) in Dresden

Anlässlich des 35. Jahrestags des Unglücks von Tschernobyl wurde von der Bremer Regionalgruppe 2021 eine Fotoausstellung zu diesem Thema vorbereitet. Nun soll diese Ausstellung als Kooperation der Bremer und der Leipziger Regionalgruppe in Dresden gezeigt werden. Dazu wurde die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen „Weiterdenken“ als Partnerinstitution gewonnen.

Unter dem Titel Chernobyl Memory Tour zeigt die Ausstellung Fotos der Bremer Wissenschaftler:innen Susanne Schattenberg und Michael Rochlitz, die sie bei ihrer Reise in die Sperrzone 2019 und 2020 aufgenommen haben. Die Bilder illustrieren die Verwüstung rund um den Reaktor und weisen so auf die Geschichte des Ortes hin, haben aber auch einen Gegenwartsbezug, denn sie zeigen den Umgang mit der belasteten Vergangenheit in Tschernobyl, das 2019 und 2020 Erinnerungsort und Urlaubsziel zugleich war.

Durch den russischen Überfall auf die Ukraine hat sich die Situation noch einmal verändert. Inzwischen ist Tschernobyl zum Kriegsschauplatz geworden. Diese Entwicklung möchten wir als Leipziger Regionalgruppe in einem neuen Einführungstext zur Ausstellung beleuchten. Vor dem Hintergrund des Krieges erscheint es uns umso wichtiger, die Aufnahmen von 2019 und 2020 als möglicherweise einmalige Momentaufnahme angesichts der aktuellen Zerstörungen auszustellen und die Betrachter:innen für die ukrainische Geschichte und Gegenwart zu sensibilisieren.

Der Vorteil der Fensterausstellung ist, dass sie jederzeit und für jedermann zugänglich ist.